Mit dem Projekt „Clemens-August-Forum“ eröffnen sich der Stadt Brühl Chancen, den erfolgreichen Prozess der Integrationsförderung in Brühl fortzusetzen. Gemeinsam mit dem Anwohnervertreter im Quartiersbeirat des Clemens-August-Campus, Karl Kapeller, und unterstützt durch Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Clemens-August-Schule, legte Bürgermeister Dieter Freytag jetzt die Zeitkapsel in den Grundstein des entstehenden Gebäudes ein, befüllt mit dem Förderbescheid, einer Tageszeitung, der Baugenehmigung, Beiträgen der zukünftig dort ansässigen Institutionen und etwas Kleingeld, das symbolisch die aktuelle Währung dokumentiert.

Die Errichtung der neuen Mehrzweckhalle ist zum einen Ersatz für die abgängige Sporthalle der Clemens-August-Schule, zum anderen kann sie als Veranstaltungsraum für Brühler Vereine und Dritte genutzt werden. Mit der Anbindung dieser an das Ganztagsgebäude der Schule entsteht das Clemens-August-Forum. Hier werden neben den bereits auf dem Campus ansässigen Institutionen Clemens-August-Schule, Kindertageseinrichtung Clemens-August, City-Treff sowie der Kunst- und Musikschule vier weitere Einrichtungen einziehen: die Alzheimer Gesellschaft AUFWIND e.V., der gemeinnützige Verein Sonderspaß e.V., der Kinderschutzbund Brühl e.V. sowie die Familien –und Erziehungsberatungsstelle für Brühl und Wesseling.

Nachdem der Rat der Stadt Brühl die Teilnahme am Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017“ mit dem Projekt Mehrzweckhalle für Sport, Bildung, Kultur und Begegnung beschlossen hat und der Antrag unter Einbeziehung aller Projektbeteiligten mit vereinten Kräften zusammengestellt und fristgerecht eingereicht wurde, konnte Bürgermeister Freytag im Herbst 2017 den Zuwendungsbescheid mit einer Bewilligung in Höhe von 3.263.400 € aus den Händen der Regierungspräsidentin, Gisela Walsken, entgegennehmen. Der Bund beteiligt sich mit 75%, das Land Nordrhein-Westfalen mit 15 %, so dass der Eigenanteil der Stadt Brühl 10 % beträgt. Das Gesamtbudget des Projektes liegt inzwischen bei rund 7 Mio. €, was den zum Zeitpunkt der Förderantragstellung noch nicht absehbaren Mehrkosten, die sich aus den besonderen Anforderungen der Mehrfachnutzung der Halle als Sport- und Veranstaltungshalle ergeben, geschuldet ist.

Bürgermeister Freytag bedankte sich in seiner Ansprache in Anwesenheit des Landtagsabgeordneten der CDU, Gregor Golland, beim Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen, die die erforderlichen Fördermittel zur Verfügung gestellt und dieses Projekt dadurch erst möglich gemacht haben.
Mit der an die Fertigstellung der Mehrzweckhalle anschließenden Gestaltung der Außenanlagen des Clemens-August-Campus ist eine Neustrukturierung- und gestaltung mit Quartiersfunktion, insbesondere für den Schulhof vorgesehen. Hierfür werden zu gegebener Zeit Mittel aus der Städtebauförderung beantragt.